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Der Uhudler aus dem Weinbau Unger und sein historischer Hintergrund.

 

Heiligenbrunn

Kellerstöckl. Weinbau Ronny UngerDie Direktträger-Reben, aus denen der Uhudler gekeltert wird, sind schon über 100 Jahre in Heiligenbrunn bodenständig. Zwar ist man in früherer Zeit vereinzelt übergegangen, Direktträger-Reben zu veredeln, doch nachdem Heiligenbrunn ein typisches Bauerndorf war und die Leute sich durch die Landwirtschaft versorgten, ließ man zum Großteil diese aus Amerika stammenden Rebsorten unveredelt, deshalb auch der Name „Direktträger“. Für die Bauern stellte er den typischen „Haustrunk“ dar. Heute beträgt die Rebfläche in Heiligenbrunn 25 ha – davon sind 8 ha Uhudler.

Deshalb gibt es einen Gebietsschutz für den Namen Uhudler für die Bezirke Güssing und Jennersdorf. Alle anderen Bezirke dürfen den Namen Uhudler nicht verwenden!!!

Der Name Uhudler ist in den 70er Jahren in Heiligenbrunn entstanden. Nach der Weinlese dauerte der Pressvorgang mit der alten Holzpresse sehr lange und er zog sich immer bis spät in die Nacht hinein. Die Männer spielten Karten und tranken oft über den Durst. Schlafentzug und Alkoholkonsum führten zur Vergrößerung der Pupillen und „Rändern“ rund um die Augen. Zuhause angekommen hieß es dann oft von den Frauen: „Warst schon wieder so lange aus und ausschauen tust wie ein Uhu!“

Der öffentliche Ausschank des Uhudlers war bis 1992 verboten. Man sagte ihm zu viel Methylalkohol nach und dass man davon angeblich blind sowie rabiat (Rabiatperle) werde.

Ein Pionier und Kämpfer des Uhudlers, der allen Verbots trotzte, war Johann Trinkl, damals besser bekannt als „Rübezahl“. Ihm gelang es, mit seiner Frohnatur und dem langen, grauen Rauschebart, den Uhudler über die Grenzen hinaus bekannt zu machen.

Der Uhudler und die strohgedeckten Weinkeller machten das idyllische, historische „Kellerviertel“ aus. 1969 wurde das Kellerviertel unter Landschaftsschutz gestellt, in den Jahren 1983-1986 unter Denkmalschutz. Das Kellerviertel von Heiligenbrunn ist ein Kulturdenkmal ersten Ranges und erstreckt sich oberhalb des Dorfes vom Stifterberg über den Zeinerberg und den Haargraben in einer Länge von ca. 1,5 km.

Wer Zeit hat, sollte einmal einen Abstecher nach Heiligenbrunn machen, es lohnt sich!

 

Der Uhudler

Er ist das südburgenländische Nationalgetränk. Seine Entdeckung ging mit der Reblaus einher. Diese kostete vielen Winzern die Existenz. Der Uhudler war ein Hoffnungsschimmer. Lange verboten, kämpften die Weinbauern für ihren Wein. Kein anderer Wein ist so verwurzelt wie der Uhudler in den Bezirken Güssing und Jennersdorf rund um die Ortschaften Heiligenbrunn, Eltendorf und Moschendorf. Klingende Namen wie Elvira und Delaware (weiße Trauben) oder Concord und Ripatella (rote Trauben) sind unveredelte Sorten, sogenannte Direktträger, die schon seit über 100 Jahren hier beheimatet sind.

Bis 2030 ist der Uhudler von der EU vorerst genehmigt!

Ein reines Naturprodukt

Der Uhudler stammt von amerikanischen Reben ab. Er ist ein Direktträger und äußerst resistent gegen die Reblaus und Pilzkrankheiten. Deshalb ist kein chemischer Pflanzenschutz notwendig. Er ist also ein reines Naturprodukt, d. h. der Wein stammt aus rein biologischem Anbau (= Biowein).

 

Die Farben einer Region - in jeder Flasche

Je nach Sorte und Herkunft variiert die Farbe beim weißen Uhudler von einem blassen Stroh- bis Hellgelb. Zartes Rosa, helles Kirschrot bis hin zu Ziegelrot kann die Farbpalette der blauen Trauben hervorbringen. Und mit jedem Öffnen eines Uhudlers holen Sie sich die Charakteristik der Region in das Weinglas.

 Uhudler Südburgenland

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